Bodenarbeit

  "Verstehen Sie griechisch? Nein?... nun gut ...

Sie würden mich also NICHT verstehen wenn ich sie auf griechich anspreche...?
Meinen Sie es würde helfen, wenn ich Sie auf griechisch ANSCHREIE?"

 

(Jean Claude Racinet zum Einsatz der Schenkel und Sporen)

 

 

 

Vertrauen gewinnt man am Boden!


Im Grunde können wir alle Handlungen, bei denen wir nicht auf dem Pferderücken sitzen, sondern an, neben, vor, hinter und bei dem Pferd sind, unter „Bodenarbeit“ zusammenfassen.

Dazu gehört bereits das Führen von der Wiese in den Stall, das putzen, versorgen usw. Bei all diesem alltäglichen Umgang, kommunizieren wir bereits mit dem Pferd, ob nun bewusst oder unbewusst. Das Pferd registriert all unsere Bewegungen, unsere Körpersprache und –spannung, unsere Haltung und vieles mehr. Als Fluchttier ist das Pferd darauf angewiesen, andere Lebewesen „zu lesen“, um beispielsweise Gefahren schnell ausweichen zu können.


Dabei lernt und kommuniziert das Pferd die ganze Zeit. Für das Pferd beginnt das Lernen mit jedem Umgang des Menschen, nicht erst, wenn der Reiter aufsitzt und Konzentration verlangt.


Meine Schülerinnen und Schüler sollen sich dem bewusst sein, und bereits im Umgang mit ihrem Pferd eine hilfreiche Kommunikation erlernen.

 

Der Bereich der Bodenarbeit umfasst allerdings noch sehr viel mehr. Vom Boden aus, kann ich viele Lektionen beginnen, Stimmkommandos einführen, einige Hilfen installieren, mich verständlich machen. Am Boden bereits Geübtes, lässt sich vom Sattel aus um einiges leichter und verständlicher umsetzen.


Eine unverzichtbare Hilfe ist die Bodenarbeit auch deshalb, weil das Pferd zunächst ohne Reitergewicht üben und lernen kann. Es kann seine Balance und Takt finden, ohne vom Reitergewicht gestört zu werden.

 

Und zu guter Letzt bietet die Bodenarbeit eine gute Abwechslung und jede Menge Spaß im Pferde-Reiter Alltag.

 

In meinem Unterricht geht es zunächst um die Basis wie sicheres Führen und Halten, das Wissen um die Bedeutung von Positionen und Körperhaltungen.

Weiter kann es dann gehen, mit dem Erlernen der Richtungen wie vorwärts, rückwärts, seitwärts. Stoppen, kommen und weichen, zirkeln und vielem mehr. Dabei steht immer die Harmonie im Vordergrund, ebenso wie ein sicherer Umgang mit Respekt und Vertrauen auf beiden Seiten des Seils.


Auch bei der freien Arbeit ohne Seil, helfe ich Fortgeschrittenen gerne weiter.

 

Ebenfalls ist sinnvolles Longieren Teil der sogenannten Bodenarbeit.

Korrektes Longieren bedeutet nicht, das Pferd im Kreis zu scheuchen!

Korrektes Longieren bedeutet Gymnastizierung und ist eine unverzichtbare Trainingshilfe für Pferde jeden Alters. An der Longe lernt das Pferd Balance, Takt, Losgelassenheit.

Die Longenarbeit trainiert Muskelgruppen, die zum Tragen des Reiters wesentlich sind. Bereits an der Longe kann ich ein freies „vorwärts-abwärts“ trainieren, mit aktiver Hinterhand und aufgewölbtem Rücken.

Gerne bin ich dabei behilflich, korrektes Longieren zu erlernen; ein weiteres Puzzleteil für gute Gymnastizierung, Harmonie und Kommunikation.